9. November 18:00 Uhr DJK-Ost

In einen – koronabedingt – etwas kleinerem Kreise zeigte Georg Stumpf vier streckenweise experimentelle Filme.

Zu dem Sprechgesang von George Zate „weißt Du was Liebe ist“ verfasste Georg einen Film, der den Text per Schrift auf die Leinwand brachte und als Hintergrund einen Bach zeigte. Der streckenweise schnell gesprochene, anspruchsvolle Text und die gleichzeitige Einblendung desselben machten es gelegentlich schwer dem Gesang zu folgen. Es wurde darüber diskutiert, ob grundsätzlich bei dem Vortrag von Gedichten, Theaterstücken etc. die Zeit zum Nachdenken über das Dargebotene ausreicht. Der Streifen war sicher eine ansprechende Anregung für alle Anwesenden.

Sein zweiter Film mit dem Titel „Soulmates“ war das Porträt einer Sängerin. Wegen des sehr umfangreichen Rohmaterials sicher eine sehr aufwendige Arbeit. Der im Studio aufgenommene Text kam sehr gut lippensynchron an, war aber gelegentlich schwer zu verstehen. Trotzdem sehenswert.

Zu dem Song „Hold me while you wait“ von Lewis Capaldi und Alicia Keys“ produzierte Georg einen Schwarz-Weiß-Film, der Busse und Züge zeigt, teilweise in slow motion und langen Brennweiten. Der Songtext lief in deutscher Sprache als Untertitel – vielleicht etwas zu dominant. Der Film fand dennoch großen Anklang.

Ein weiterer Beitrag von Georg befasste sich mit einem Konzert der Gruppe „Joyride“. Besonders interessant war das Intro mit einem Tunneleffekt den Edius zur Verfügung stellt. Die Aufnahmen während der musikalischen Darbietung waren gekonnt gefilmt; der Ton stimmte ebenso.

Peter Guhl zeigt in sehr sehenswerten Großaufnahmen wie eine Spinne eine Wanze einspinnt und damit tötet. Dazu als Hintergrundmusik Ennio Morricones Komposition aus dem Film von Sergio Leone „Spiel mir das Lied vom Tod“. Der Filetitel „Spinnefeind“ passte gut dazu; der musikalische Höhepunkt traf nicht ganz die Handlung.

Doris und Cord von Restorff entführten uns mit ihrem Film „Lava, Lundi und Lupinen“ in die landschaftliche Wunderwelt Islands. Wir sahen brillante Aufnahmen mit passendem O-Ton und Musik. Seltene Bilder von flüssiger Lava und Großaufnahmen von Seevögeln konnten bestaunt werden.

Die gleichen Autoren zeigten einen Film aus dem Tschad mit dem Titel „Kein Zuhause“. Die mit ihren Tieren gezeigten Sahel Nomaden ziehen jahreszeitlich bedingt in ihrer ariden Landschaft umher, um Futter für ihre Weidetiere zu haben. Ihr Zuhause ist im eigentlichen Sinne der Sesshaften eigentlich kein permanentes Zuhause. Wir sahen hervorragende, seltene Bilder, die man vielleicht in einigen Jahren nicht mehr drehen kann.

 

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